Gesund Abnehmen > Fertigprodukte - ja oder nein?
Zur Qualität von Fertigprodukten

Immer wieder ist in den Schlagzeilen der Vergleich „frische Lebensmittel“ zu „Fertiggerichten“ zu finden. Was ist aber dran an der Behauptung, dass Fertiggerichte kaum wertvolle Vitamine und Nährstoffe enthalten? Existieren auch innerhalb der Gruppe von Fertiggerichten Qualitätsunterschiede?

Tatsache ist, dass es durch Lagerungs- und Zubereitungsschritte zu Nährstoffveränderungen eines Lebensmittels kommt.  Während die Hauptnährstoffe (Kohlenhydrate, Fette) hiervon nur unwesentlich betroffen sind, kann es bei Vitaminen und Mineralstoffen zu nennenswerten Verlusten durch z.B. Schälen, Kochen, Waschen oder Wässern kommen.

Wie hoch dabei die jeweiligen Verluste sind, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie beispielsweise der Gartemperatur und -dauer ab. Die Lagerungs- und Verarbeitungsschritte sind bei industrieller Herstellung allerdings weitgehend vergleichbar mit der haushaltstechnischen Zubereitung. Viele dieser Schritte kann die Industrie sogar weitaus besser, als der perfekte Hauskoch (z. B. Garen bis zum Garpunkt). So sorgen modernste Produktionsverfahren mit kürzesten Erhitzungszeiten trotz der hohen Temperaturen für den bestmöglichen Erhalt der Nährstoffe.

Die Haltbarmachung in Konserven (wie z.B. unsere Magische Kohlsuppe) hat zudem den Vorteil, dass sie die empfindlichen Vitamine vor Licht und Sauerstoff schützen – zwei bekannte „Vitaminkiller“.  Übrigens dürfen anders als das weit verbreitete Vorurteil zur Herstellung von Konserven keine (chemischen) Konservierungsmittel verwendet werden. Die Rohware wird in der verschlossenen Dose lediglich durch kurzes Erhitzen haltbar gemacht.

Das man sich mit Produkten aus der Lebensmitteldose nicht nur schnell und bequem, sondern durchaus auch gesund ernähren kann, spiegelt sich auch in den Empfehlungen der Gesundheitskampagne „5 am Tag“ wieder, die mit Fördermitteln der Europäischen Gemeinschaft unterstützt wird. Sie empfiehlt den Verzehr von 5 Portionen Obst und Gemüse täglich, wobei die Verbraucher zwischen frischem und verarbeitetem Obst und Gemüse – also auch Tiefkühlware und möglichst ungezuckerten Konserven – wählen können.

Allerdings sind nicht alle Fertigprodukte eine empfehlenswerte Alternative zu Frischprodukten. Viele von ihnen, das gilt im Übrigen auch für Tiefkühlfertigprodukte, enthalten reichlich Fett und Salz.

Achten Sie deshalb genau auf das Zutatenverzeichnis: Stehen "Fett" und "Salz" ganz oben oder als eine der ersten Zutaten? Dann ist der Fett- bzw. Salzgehalt entsprechend hoch. Viele Konserven enthalten zudem einen hohen Zuckeranteil sowie Lebensmittelzusatzstoffe wie beispielsweise Farbstoffe. Werfen Sie beim Kauf von Fertigprodukten also unbedingt einen Blick auf das Zutatenverzeichnis – auch innerhalb der Gruppe von Fertigprodukten gibt es große Qualitätsunterschiede.

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